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Soforthilfe

Hausdurchsuchung wegen § 184b StGB: Was jetzt zählt

Richtig reagieren bei einer Hausdurchsuchung wegen des Verdachts kinderpornographischer Inhalte: schweigen, Unterlagen sichern, anwaltliche Hilfe organisieren.

Kurzantwort

Leisten Sie keinen körperlichen Widerstand, machen Sie keine Angaben zur Sache und unterschreiben Sie keine freiwilligen Erklärungen. Lassen Sie sich den Durchsuchungsbeschluss zeigen, notieren Sie die sichergestellten Gegenstände und kontaktieren Sie eine Strafverteidigung.

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Die ersten fünf Schritte

  • Ruhe bewahren und die Maßnahme nicht aktiv behindern.
  • Zur Sache schweigen; Angaben zur Person genügen zunächst.
  • Nach dem Durchsuchungsbeschluss fragen und eine Kopie erbitten.
  • Der freiwilligen Herausgabe oder Durchsicht nicht vorschnell zustimmen.
  • Sicherstellungs- oder Beschlagnahmeverzeichnis prüfen und anwaltliche Hilfe anrufen.

02

Warum spontane Erklärungen riskant sind

In der Ausnahmesituation einer Durchsuchung möchten viele Betroffene den Vorwurf sofort erklären. Ohne Kenntnis der Ermittlungsakte ist aber häufig unklar, welche Datei, welcher Account, welcher Zeitraum oder welches Gerät gemeint ist.

Auch scheinbar entlastende Vermutungen können später als festgelegte Einlassung behandelt werden. Schweigen ist kein Schuldeingeständnis, sondern ein gesetzlich vorgesehenes Recht.

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Was mit Geräten und Daten geschieht

Computer, Smartphones, Speichermedien und unter Umständen Zugangsdaten können Gegenstand der Ermittlungen sein. Die spätere Auswertung muss technisch und rechtlich getrennt betrachtet werden: Fundort, Dateipfad, Zeitstempel und Nutzerzuordnung beantworten unterschiedliche Fragen.

Löschen, Fernzugriffe oder nachträgliche Veränderungen an betroffenen Geräten können die Lage verschärfen. Nach der Maßnahme sollten deshalb keine eigenen technischen Experimente unternommen werden.

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Was die Verteidigung früh prüfen kann

  • Reichweite und Bestimmtheit des Durchsuchungsbeschlusses
  • Dokumentation der mitgenommenen Gegenstände
  • Rechtsgrundlage von Sicherstellung und Beschlagnahme
  • Möglichkeiten einer priorisierten Auswertung oder Geräterückgabe
  • Zeitpunkt und Inhalt einer Einlassung nach Akteneinsicht

Primärquellen

Gesetzliche Grundlagen

Vertraulicher Erstkontakt

Sie müssen den nächsten Schritt nicht allein entscheiden.

Schildern Sie kurz, welche Maßnahme bereits stattgefunden hat. Eine erste Prüfung klärt, was jetzt Priorität hat.